Fonds auf der Überholspur

Das derzeitige Niedrigzinsumfeld garantiert nur geringe Renditen bei traditionellen Anlageprodukten und deshalb sind Aktien klar im Vormarsch. Der Grund: ständiges Wachstum der veranlagten Gelder von 167,1 Milliarden (Ende Dezember 2016) auf 169,3 Milliarden (Ende Februar 2017). Besonders gemischte Fonds sind die Spitzenreiter in den Portfolios von Herr und Frau Österreicher. Auch Aktienfonds sind wieder klar im Aufwind und weisen ein kontinuierliches Wachstum von 15,7 Prozent aus. Aber auch offene Immobilienfonds sind beliebt, weil sie eine konservative Anlageform sind und stabile Ertragsaussichten bieten.

International lässt sich dieser Trend auch verfolgen: So erreicht das Fondsvolumen weltweit ein neues Allzeit-Hoch. In Zahlen: 41,3 Billionen Euro. Alleine in Europa ist im Jahr 2016 das Fondsvolumen von 13,3 auf 14,2 Billionen Euro gestiegen. Und anlässlich des Weltfondstags im April haben die VÖIG (Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften) und VAIÖ (Vereinigung Ausländischer Investmentgesellschaften) erneut ein gesperrtes Vorsorgendepot für Pensions- und Pflegevorsorge gefordert. Das heißt im Detail: Herr und Frau Österreicher sollen die Option bekommen aus angebotenen Produkten (Investmentfonds, Direktveranlagungen, Versicherungen, etc.) frei wählen zu können. Zusätzlich fordert man eine Steuerbefreiung in der Ansparphase. So kann es erst bei einer nicht widmungsgemäßen Verwendung - z.B. Sparen für die Pension in einem größeren Zeitraum - zu einer Nachversteuerung kommen.