Lebensversicherungen auf Schleuderkurs

Der Rücktritt von Lebensversicherungsverträgen beschäftigt das Höchstgericht momentan. Der Grund: Versicherungen haben über den Rücktritt falsch informiert. Konkret: Ab 1994 haben viele Versicherer bei Lebensversicherungen über zehn Jahre hinweg gar nicht bzw. fehlerhaft über das gesetzliche Rücktrittsrecht (14/30 Tage) informiert. Der Oberste Gerichtshof hat in diesem Fall ein „ewiges Rücktrittsrecht“ eingeräumt, das auch Jahre nach dem Lebensversicherungs-Abschluss bestehen bleibt. In der Rechtsprechung gibt es zum Rücktritt immer häufiger Urteile, die eine Rücküberweisung aller je bezahlten Prämien samt beispielsweise vier Prozent Zinsen vorsehen, jedoch ist noch keines dieser Urteile rechtskräftig.

Der Experte Michael Posselt von der WK-Fachgruppe der Finanzdienstleiter rät in der Causa: „Viele Verträge sind hin zu einem positiven Ergebnis für den Versicherungskunden durchaus sanierbar. Jeder Einzelfall muss seriös überprüft werden, grosso modo geht hier gar nichts!“

Die Frage sollte sich also jeder stellen, der eine Lebensversicherung abgeschlossen hat: Habe ich eine zum Rücktritt mangelhafte Lebensversicherung in meiner Dokumentenmappe?

 

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