Biometrische… Verzinsung?!

Immer weniger Lebensversicherungen garantieren neben dem angesparten Kapital eine fixe Verzinsung; immer häufiger wird dafür eine etwas höhere Rendite in Aussicht gestellt. War in vergangenen Jahren bis zu 4% Garantieverzinsung denkbar, ist heute schon bei 0,9 % Schluss. Bleibt nur die Hoffnung auf die Überschussbeteiligung, aber auch hier sinken die Erwartungen angesichts der anhaltenden Zinsflaute.

Was also tun?! Ist eine „selbstgebastelte Rente“ auch wirklich eine Alternative? Das Magazin Gewinn rechnet vor: ein Mann, der sich mit 65 Jahren 100.000,- EUR zusammengespart hat und nun die Summe durch die statistische Restlebensdauer dividiert, kommt auf durchschnittlich 5.478,81 EUR Jahresrente. Soll er sich die nun Jahr für Jahr auszahlen, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren? Nein, außer man hat fix vor, im statistischen Durchschnitt zu sterben. Je länger man aber lebt, umso höher müsste die Verzinsung ausfallen. Der Fachausdruck heißt biometrische Verzinsung und die liegt wesentlich höher, als sich mit Erträgen aus dem Kapitalmarkt erzielen ließe. Mit zunehmenden Alter steigt nämlich auch die Restlebenserwartung. Feiert der Mann zum Beispiel seinen 90. Geburtstag, so wäre die biometrische Verzinsung bereits bei 19,73 Prozent, um nur das Niveau des Vorjahres zu halten. Die biometrische Verzinsung einer Lebensversicherung kann wiederum nur im Kollektiv geleistet werden.

Wer eine auf sich zugeschnittene Lösung sucht, sollte sich besser rechtzeitig professionell beraten lassen. Denn es ist nicht alles Gold, was glänzt.