Was weiß der Österreicher über Geld?

Nicht nur die Zinsen verharren auf historisch niedrigem Niveau, auch das Wissen um die finanziellen Zusammenhänge ist denkbar unterentwickelt, wie kürzlich eine Studie der Allianz-Versicherung unter dem Titel „Ist der Groschen schon gefallen?“ gezeigt hat. Rund ein Viertel der Befragten konnten etwa nicht beantworten, ob man von seinem Geld bei einem Prozent Zinsen und zwei Prozent Inflation nach einem Jahr mehr, weniger oder gleich viel kaufen könnte.

Deutlich unsicherer waren die rund 1000 Befragten aus 10 europäischen Ländern, wenn es um die Zusammenhänge von Risiko und Rendite ging oder um die Bedeutung der Diversifikation des Depots. Noch beunruhigender ist, dass sich lediglich 20 Prozent ausgerechnet haben, wieviel Geld sie im Ruhestand benötigen werden, wobei hier Frauen und junge Menschen noch deutlich schlechter abschneiden als ältere und männliche Befragte.

Es ist also zu befürchten, dass bei der aktuell anziehenden Inflation und gleichbleibend niedrigen Zinsen viel Geld auf den Sparbüchern der ÖsterreicherInnen dahinschmilzt. Das müsste nicht sein, wenn das Wissen um die finanziellen und wirtschaftlichen Zusammenhänge einen höheren Stellenwert in der Bildungspolitik hätte. Oder die Finanzberater Ihre Kunden transparent und umfassend beraten würden.