Das Sparbuch und die Millenials

Man könnte meinen: Das Sparbuch als ultimative Form der Geldanlage hat in Zeiten langanhaltender Niedrigzinsen ausgedient. Aber so schnell lassen sich lange eingeübte Gewohnheiten nicht ändern. Wir vererben nämlich unsere Fehlhaltung zu Geld und Vorsorge weiter. Die Banken propagieren - wider besseres Wissen - das Sparbuch als Anlageform für Millenials und die Generation Z. Und, nach wie vor gilt: Wer sein Enkerl liebt, richtet für ihn ein Sparbuch ein. Dass es auch bei steigender Inflation kaum mehr als den Eckzins bietet (tendiert bekanntlich gegen Null), wird wohl nicht wahrgenommen.

Aber was sind die Alternativen zum „Biene-Maja-Schutzbrief“ oder dem „Hipp Mein Baby Sparbuch“? Für Millenials auf jeden Fall, liegt es auf der Hand: der langfristige Horizont (z.B. angelegt auf 30 Jahre) ist besonders geeignet für Aktienfonds. Denn in den vergangenen 40 Jahren hat zum Beispiel jede Anlage in den DAX nach 13 Jahren – trotz aller zwischenzeitlicher Finanzkrisen – immer Gewinne erzielt. Aber auch mit Anleihen lassen sich schöne Renditen erzielen, die das Enkerl in dreißig Jahren mehr erfreuen werden, als das mühsam angesparte und niedrig verzinste Kapital am Sparbuch, das inflationsbedingt an Wert verloren hat.

Und wie sieht Ihre Anlagenstrategie aus?